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Feuerwehr Bückeburg-Stadt
Einsätze und Übungen


Häufige Fragen

Feuerwehr Unterstützen



ab Donnerstag, 26.08.2010, 19:26 Uhr
Bückeburg, Stadtgebiet

Hochwasserlage


Starkregen hält die Kameraden der Feuerwehr Bückeburg-Stadt und von verschiedenen Hilfsorganisationen des ganzen Landkreises in Atem. Von Donnerstag bis einschließlich Sonntag wurde an unzähligen Einsatzstellen gegen das Wasser gekämpft.

Der Einsatzverlauf lässt sich für die Feuerwehr in zwei Wellen aufteilen. Die erste begann am Donnerstagabend gegen 19:30 Uhr. Auch wenn sie noch deutlich geringer als die zweite Welle ausfallen sollte, befanden sich schon hier die Kräfte im Dauereinsatz. Viele Keller liefen voll mit Wasser und Straßen wurden überflutet.

Zentrale der Feuerwehr Bückeburg-Stadt übernimmt Einsatzkoordination

Da mittlerweile der ganze Landkreis von den Überflutungen betroffen war, übernahm frühzeitig die Zentrale im Feuerwehrhaus Bückeburg die Einsatzkoordination für das Bückeburger Stadtgebiet und die Ortsteile. Anwohner meldeten sich direkt dort und Notrufe an die Rettungsleitstelle in Stadthagen wurden direkt per Fax hierher weitergeleitet. Anschließend wurden die Einsätze nach Priorität und Meldungseingang abgearbeitet.

Insgesamt wurden ca. 20 Einsätze gemeldet. Schwerpunkte bildeten die Ortschaften im Nordwesten des Stadtgebietes.

Zweite Welle trifft die Feuerwehr am Freitagmorgen um 02:30 Uhr

Die zweite Einsatzwelle sollte die Hilfsorganisationen vom THW, Feuerwehr und DRK noch bis Sonntag beschäftigen. Insgesamt wurden 55 Einsätze in und um Bückeburg gemeldet. Abermals wurde eine hohe Einsatzdichte in den vorherigen Gebieten, aber auch in der Kornmarsch und der Kernstadt bewältigt.

Während die Zentrale im Feuerwehrhaus dauerhaft besetzt blieb, wurden zwei Kleinfahrzeuge zur Erkundung eingesetzt. Schnell wurde klar, dass es sich bei den meisten Meldungen nicht nur um Bagatellschäden handelte. Die Hilfskräfte waren voll gefordert.

Löschzug Ost fährt nach Stadthagen, das DRK füllt Sandsäcke

Im Einsatzverlauf waren alle Feuerwehrkräfte im Stadtgebiet in Einsätze eingebunden, sodass das DRK nicht nur die Verpflegung sicherstellte, sondern auch mit vollem Einsatz am Bauhof der Stadt Sandsäcke befüllte. Da es in der Kreisstadt Stadthagen zu besonders schweren Überflutungen kam, wurden auch dorthin Kräfte entsandt.

Im Rahmen des Material- und Sandsacktransports bewährte sich der vor kurzem in Dienst gestellte Gerätewagen Logistik sofort. Mehr als 3000 Sandsäcke und mehrere tausend Meter Schlauch wurden effektiv an die verschiedenen Einsatzstellen gebracht. Die Flugplatzfeuerwehr in Achum unterstützte die Einsatzkräfte dabei mit einer Lieferung 1000 Sandsäcken aus eigenen Lagerbeständen, sodass die Verteilung schnell beginnen konnte.

Einsatzleitwagen schaffen Kommunikationswege, THW bildet Einsatzzentrale

Mittlerweile reichten die örtlichen Einsatzkräfte nicht mehr aus, um die Einsatzlage in den Griff zu bekommen. Folglich wurden Kräfte des THW aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen in Bückeburg gesammelt und koordiniert. Im Ortsteil Cammer stand beispielsweise ein komplettes Schuhaus meterhoch unter Wasser. Die gesamte Gegend war vom Hochwasser betroffen, das von allen Richtungen in die Gebäude der Anwohner drückte. Hier arbeiteten unzählige Pumpen noch am Sonntag.

Zusätzlich bildeten die Einsatzleitwagen der Feuerwehr Bückeburg und der Kreisfeuerwehr Schaumburg Schnittstellen, um die Kommunikation zwischen den Einsatzkräften sicherzustellen.

Das THW richtete seine Einsatzzentrale im Feuerwehrhaus in Bückeburg ein. So konnte eine direkte und schnelle Koordination der Kräfte erfolgen.

Paralleleinsätze fordern erschöpfte Kameraden

Alle beteiligten Kameraden waren viele Stunden im Einsatz und hatten nur kurze Verschnaufpausen. Teilweise warteten Zuhause eigene Keller, die während ihrer Abwesenheit vollliefen. Nichts-desto-trotz musste auch der Brandschutz sichergestellt werden. Die Feuerwehr Bückeburg-Stadt stellte daher den Brandschutz für das gesamte Stadtgebiet sicher.

Im Ortsteil Evesen löste zweimal die Brandmeldeanlage in einem Industriebetrieb Alarm aus – glücklicherweise ein Fehlalarm. In Krainhagen stürzte ein Flachdach ein, sodass die Drehleiter aus Bückeburg angefordert und mit dem Gerätesatz Absturzsicherung eingesetzt wurde. Ebenfalls kein Fehlalarm war ein brennender Wäschetrockner in Rusbend, der am Samstagmorgen von der Feuerwehr gelöscht werden musste.

Feuerwerk am Sonntag beendet verlängerte Arbeitswoche

Ab Samstag nahm die Einsatzdichte langsam ab, obwohl noch viele Einsatzkräfte in langwierigen Einsätzen gebunden waren. Ein letzter Keller musste aber auch noch am Sonntagnachmittag ausgepumpt werden. Abschließend stellt die Feuerwehr am Sonntag noch eine Brandsicherheitswache bei einem Feuerwerk im Stadtgebiet.

Erst dann endet für viele Kameraden das Wochenende, das eigentlich gar keins war.






Bericht: Daniel Reichenauer, André Märtens - Bilder: Jens Weidner, Kristina Rust


Eingesetzte Fahrzeuge:
  • Feuerwehr Bückeburg - Stadt: BvD, LF 16/12, DLK 23/12, TLF 16/24, LF 8, TLF 24/50, ELW, RW 2, MZF, MTW, Gerätewagen-Logistik
  • Löschzug Ost: 2x TSF, 1x TSF-W, MTW, MZF
  • Löschzug Nord: TLF 8/18, 2x LF 8, RW 1, 2x MTW, FüKw ABC
  • Löschzug West: TSF-W, 3x MTW, 2x LF 8, LF 16 TS,
  • Kreisfeuerwehr Schaumburg: Fernmeldezug
  • Feuerwehr Rinteln
  • Feuerwehr Obernkirchen: LF 16 TS, TSF-W
  • Feuerwehr Minden
  • DRK-Einsatzzug Schaumburg: 2x RTW, 2x KTW, 3x MTW, GW-San, GW-Betreuung, GW-T+S
  • Bauhof: LKW, Gabelstapler
  • Technisches Hilfswerk: : u.a. Hannover/Langenhagen, Fallingbostel/Walsrode, Rinteln, Bückeburg
  • Polizei: Streifenwagen
  • Abwasserbetriebe
  • Gesamtstärke: ca. 200 Kräfte

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